Heiko

Senior Director Global Services, EMC Deutschland

Weniger Technik, mehr Management: Die neuen Aufgaben der CIOs

Wenn von Rechenzentrums-Modernisierung die Rede ist, dreht sich das Gespräch oft darum, was IT-Verantwortliche tun sollten– dabei ist das „wie“ mindestens ebenso wichtig. Die Weiterentwicklung der IT verlangt nämlich nicht nur nach neuen Technologien und Verfahren, sondern auch nach einer neuen Art des Managements. Ein Gesprächsbeitrag.

Jeder, der bisweilen die Marktberichte zur Kenntnis nimmt, weiß: Die Modernisierungs-Welle rollt. Um den ersten bzw. nächsten Schritt in Richtung Digitalisierung zu tun, investieren Unternehmen in neue IT-Infrastrukturen, Hybrid-Cloud-Umgebungen, zeitgemäße SaaS-Apps und neue Verfahren wie beispielsweise DevOps. Für einige Unternehmen macht sich der Mitteleinsatz sogar schon bezahlt – in einer jüngeren EMC-Umfrage berichteten beispielsweise rund 93 Prozent der Teilnehmer, sie würden bereits Vorteile aus Investitionen in Hybrid-Cloud-Umgebungen realisieren.

Doch bei der Rechenzentrums-Modernisierung geht es nicht nur um Technologien. Der Übergang von der herkömmlichen zur bimodalen und später Dritte-Plattform-IT hat auch viel mit dem Management von Technologien, Veränderungen in Prozessen und der Weiterentwicklung von Mitarbeitern zu tun. Und genau dabei tun sich vielerorts Herausforderungen auf.

Die „neue IT“ braucht ein neues IT-Management

Dem ist zum einen so, weil die durch hybride Modelle beschriebenen Veränderungen die Komplexität in der Verwaltung der IT zumindest teilweise erhöhen. So verringert der Bezug von IT-Ressourcen aus der Cloud zwar Betriebsaufwand und -kosten – schafft aber auch gleichzeitig neue Schnittstellen zu externen Diensten und Dienstleistern sowie entsprechende Überwachungs- und Verwaltungsaufgaben.

Zum anderen verwischt die Entwicklung die Grenzen zwischen IT- und Fachabteilungen. Das hat eine ganze Reihe von Auswirkungen auf das Management der IT. In einer weiteren EMC-Umfrage berichteten beispielsweise 11 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen, nicht mehr ihre, sondern die Fachabteilung bestimme die IT-Agenda des Unternehmens.

In jedem Falle aber sorgt die Digitale und mit ihr die IT-Transformation dafür, dass IT-Abteilungen ganz anders und viel enger als bisher mit Fachabteilungen zusammenarbeiten müssen – in der Mehrzahl der Fälle auf eine Art, die an externe Dienstleister erinnert. Das heißt auch: IT-Abteilungen werden andere Unternehmensbereiche viel stärker als bisher als Kunden sehen müssen – und entsprechend um sie werben.

Verlässliche Technik, mehr Organisation

Für CIOs und IT-Abteilungsleiter bedeutet das meiner Einschätzung nach eine Veränderung der Gewichtung ihrer Aufgaben. Die allerwichtigste bleibt der effiziente Betrieb ihrer IT-Landschaft, die hochgradig automatisiert und flexibel unterschiedliche Geschäftsanforderungen bedienen muss. Doch um diese Anforderung erfüllen zu können, sollten die IT-Chefs künftig zwei weiteren Aufgaben viel mehr Aufmerksamkeit widmen als bisher:

  • Erstens müssen sie Wege finden, um die zunehmende Komplexität in der IT-Verwaltung zu managen, sprich: die Kontrolle gewinnen über die Vielzahl neuer Schnittstellen, Dienstleister, Verträge und Dienste. Hierfür brauchen sie außer rein technischen auch viele kaufmännische Verfahren und Werkzeuge (ich denke etwa an Einkaufs-Richtlinien, Ziele und KPIs für die Vertragsüberwachung, entsprechende Procurement- und Monitoring-Werkzeuge usw.) sowie entsprechendes Know-how in der IT-Abteilung.
  • Zweitens müssen sie die eigene Abteilung zur bestmöglichen Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen befähigen und den gesteigerten Wert der IT für Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens vermarkten. Je einfacher, flexibler und dynamischer dabei die IT-Services angeboten werden können, z.B. über einen Service-Katalog, desto einfacher lässt sich der Wertbeitrag der IT dabei vermitteln. Im Zuge von Digitalisierungs-Initiativen in den Unternehmen wird die IT zunehmend in den Mittelpunkt von geänderten Strategien und Geschäftsmodellen rücken.

Wachsender Bedarf an Management-Lösungen

Zusammengefasst heißt das: Die IT muss flexibel und automatisiert, aber auch robust und verlässlich sein. Das bietet dem CIO und IT-Verantwortlichen die Grundlage, um im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung schnell auf die sich stetig verändernden Anforderungen zu reagieren und somit den Mehrwert der IT zu manifestieren. Ein „So wie es heute ist, ist es doch gut!“ wird nicht mehr genügen. Die IT muss sich weiterentwickeln von einem reinen Technologie-Anbieter zu einem Servicepartner für die Fachbereiche des Unternehmens.

EMC MyService360

In diesem Zusammenhang sei hier nochmals auf EMC MyService360 verwiesen: Das vollintegrierte Service-Management-Dashboard von EMC zielt darauf ab, IT-Verantwortlichen gleich beide der hier beschriebenen Aufgaben zu erleichtern. Das Dashboard visualisiert auf einfache und äußerst schnelle Weise Status-Informationen komplexer, mehrere Standorte umfassender IT-Umgebungen. Das erleichtert einerseits deren Verwaltung, andererseits aber auch das Darstellen und „Vorzeigen“ von IT-Informationen und Projekten bei der Geschäftsführung oder anderen Fachbereichen. Mehr über MyService360 auf dieser Landing-Page oder hier im Blog.