(R)evolutionäre IT: Das Software-Defined Datacenter

Die EMC Deutschland Blog-Redaktion traf Jörg Hesske, VMware Country Manager Germany, zu einem Gespräch über das Software-Defined Datacenter.

Frage EMC-RedaktionHerr Hesske, VMware und EMC verbindet eine langjährige technologische und strategische Partnerschaft. In Deutschland trifft man Sie immer wieder auf EMC-Veranstaltungen, umgekehrt ist unsere EMC-Geschäftsführerin oft auch bei VMware-Events wie der VMworld oder dem VMware Forum zu Gast. Die Probleme,  denen Sie als VMware’s Country Manager bei Ihren Kunden begegnen, dürften sich wahrscheinlich  ähneln, oder?

Antwort von Jörg Hesske, VMware: In der Tat sind die Herausforderungen und damit auch die grundlegenden Ansätze, wie wir diese bewältigen wollen, oft recht ähnlich: Neben der Reduzierung von IT-Kosten – egal ob Hardware- oder Software-seitig – ist bei nahezu allen Organisationen vor allem ein sehr hohes Maß an Flexibilität, Agilität und Ressourcen-Unabhängigkeit gefordert. In einem sich schnell verändernden Geschäftsumfeld, in dem die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen zunehmend davon abhängig ist, welche Anwendungen und Technologien eingesetzt werden, und Geschäftsbereiche flexiblen und schnellen Zugriff auf IT-Ressourcen benötigen, um ihre Projekte schneller am Markt einführen zu können, ist die IT mehr gefordert denn je. Virtualisierung hat in den letzten Jahren die IT in den Rechenzentren dramatisch verändert, Kosten reduziert und ein Stück weit Ressourcen-Unabhängigkeit geschaffen.

Die nächste Stufe in der evolutionären Entwicklung der Rechenzentren ist nun das Konzept des Software-Defined Datacenter (SDDC).

Frage EMC-RedaktionWas ist damit gemeint?

Antwort von Jörg Hesske, VMware: Im Laufe der Jahre haben sich Rechenzentren zu weitgehend fragmentierten Umgebungen entwickelt, in denen verschiedenste proprietäre Softwareanwendungen isoliert ausgeführt werden. Das SDDC steht für die nächste große Veränderung der Rechenzentrums-Infrastruktur.  Es wird komplett in Software betrieben, was völlig neue Möglichkeiten in Bezug auf Skalierbarkeit, Flexibilität und Effizienz eröffnet. Die Virtualisierungsprinzipien Pooling, Abstrahierung und Automatisierung werden auf die Bereiche Storage, Netzwerk, Sicherheit und Verfügbarkeit übertragen. Die zusammengefassten Services werden mit intelligenten, richtlinienbasierten Bereitstellungs-, Automatisierungs- und Überwachungsfunktionen kombiniert. Dies ermöglicht u.a. eine vollständig transparente Einbindung von Public Cloud-Ressourcen in das eigene Rechenzentrum, wann und wo dies sinnvoll ist.

Frage EMC-RedaktionIst das auch eine Antwort auf Big Data, ein Thema, mit dem sich EMC schon seit längerem intensiv auseinandersetzt?

Antwort von Jörg Hesske, VMware: Sicherlich ist Big Data ein Trend, der solche Innovationen fördert und neue Technologien maßgeblich vorantreibt.  Die Kenntnis, strategische Analyse und entsprechende Aufbereitung strukturierter und unstrukturierter Daten, die Unternehmen z.B. mit „EMC Agile  Analytics“  nachvollziehen können, birgt nicht nur kurzfristige, sondern auch nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Bessere und schnellere Entscheidungen treffen, wenn es um das Kunden-Management oder die weitere strategische Ausrichtung geht, ist maßgeblich erfolgsentscheidend.

Mit dem Software-Defined-Datacenter gehen wir noch einen Schritt weiter, denn es ist die Antwort auf die verschiedensten Trends und umfasst sämtliche Komponenten einer IT-Infrastruktur: Storage, Netzwerk, Sicherheit und Computer.

Jörg Hesske, Country Manager Germany

Zuvor war er seit Mai 2007 als Manager Enterprise & Territory Accounts für das Sales Management in Deutschland zuständig.

Vor VMware war Hesske bei dem Thin Client Anbieter Neoware GmbH als General Manager für Zentral- und Osteuropa tätig. Hesske arbeitete während seiner weiteren Laufbahn 7 Jahre für Hewlett Packard in Frankreich, sein beruflicher Werdegang begann bei Ingram Micro Deutschland.

Jörg Hesske ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und verbrachte während des Studiums einige Zeit an der University of Minnesota/USA