Daniel

Die IT der Automobilhersteller im Umbruch

Bei meinen regelmäßigen Recherchen im Internet bin ich auf ein Video über Toyotas Concept Car diji gestoßen. Natürlich ist das nur eine Studie, aber es zeigt in beeindruckender Art, was im Bereich der Personalisierung auf uns zukommt. Auf der diesjährigen IT Consumer Messe CES in Las Vegas hat bereits jeder Monitorhersteller dünne, biegsame Bildschirme vorgestellt und man geht davon aus, dass solche Displays in diesem Jahr auf den Markt kommen werden. Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis zum diji. Näherliegend ist da schon die Verwendung eines Touchscreens als Head Unit statt aufwendiger und zahlloser mechanischer Bedienelemente. Das Elektroauto Tesla Model S besitzt genau einen solchen Screen.

Zukünftig werden sich die SW-gesteuerten Bedienelemente der jeweiligen aktuellen Fahrsituation dynamisch anpassen. So werden beispielsweise bei schwierigen Verkehrssituationen Komfort- und Unterhaltungselemente zugunsten von Sicherheitsanzeigen ausgeblendet. Auch ist es vorstellbar, dass gegen Aufpreis oder im Aftersales bestimmte Style-Sheets mit zusätzlichen Instrumenten und Funktionen erhältlich sind. Das Design der OEM-eigenen Sport Linie wird per Kreditkarte einfach von der OEM Website direkt ins Fahrzeug herunterladbar sein. Auch im Bereich Mobilität wird eine neue Dimension erreicht. Erste Hersteller binden in die Routenplanung alle möglichen Fahrzeuge ein. Dazu gehören öffentliche Verkehrsmittel genauso wie konzerneigene Car-Sharing-Angebote. Sind die biometrischen Daten des Fahrers, seine Kommunikationsparameter, Designeinstellungen der Head Unit und die persönlichen Mediadaten in der OEM-eigenen Cloud abgelegt, so ist es leicht vorstellbar, dass ein Leihwagen aus dem gleichen Konzern innerhalb kürzester Zeit das persönliche Environment des eigenen Fahrzeuges wiedergibt.

Dies alles stellt für die IT-Abteilungen der OEMs eine große Herausforderung dar. Die heutigen Datenzentren sind in der Regel auf derartige Anforderungen nicht vorbereitet. Hier bietet sich jedoch eine einmalige Chance: Der Aufbau neuer Datazentren, sogenannte Cloud DataCenter, die allen Anforderungen gerecht werden.

 Herzstück eines solchen Cloud Data Centers ist die Converged Infrastructure, die 24/7-Verfügbarkeit sicherstellt und leicht erweiterbar und zuverlässig bedienbar ist. Dazu kommen eine hochperformante Integrationsschicht, die auch Data Analytics Funktionen zur intelligenten Auswertung für Konsumenten und OEMs bietet. Des Weiteren ist ein Application Layer, beruhend auf einem Cloud OS, über gesicherte Kommunikationsverbindungen mit dem User Experience Layer verbunden. Virtualisierung ist eine in allen Ebenen angewandte Schlüsseltechnologie, um die erforderliche Performance und Flexibilität sicherzustellen.