Helena

Director Marketing, EMC Deutschland

Datenverlust in der Rush-Hour

Wenn man an einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag am Münchner Hauptbahnhof den Acht-Uhr-ICE nach Frankfurt nimmt, wird man feststellen, dass viele Pendler bereits an ihren Laptops oder Tablets sitzen und arbeiten. Sie nutzen also ihre Reisezeit produktiv – eigentlich eine feine Sache für Unternehmen und Mitarbeiter.

Aber haben Sie einmal darüber nachgedacht, wie viele Unternehmensdaten täglich auf Laptops, Smartphones oder Tablets unterwegs sind und physisch bewegt werden? Und noch entscheidender, wie hoch das Risiko ist, dass diese Geräte und damit die Daten verloren gehen oder gestohlen werden?

Wir sind diesem Thema in einer Online-Befragung auf den Grund gegangen. Jeweils 500 Pendler in New York, San Francisco, Paris, London, Berlin und München gaben darüber Auskunft, wie viele Daten sie auf ihrem Arbeitsweg mitnehmen und wie dieser aussieht. Das Ergebnis: Berliner und Münchner Pendler nehmen insgesamt jeden Tag 563 Petabyte Daten von der Arbeit mit nach Hause, pro Person im Schnitt 400 Gigabyte. Auf ihrem Arbeitsweg legen sie im Schnitt 20,4 Kilometer zurück. Es ist aber noch ein ganz anderer Wert, der Unternehmen und IT-Sicherheitsverantwortliche aufmerksam machen sollte: Ein Viertel der Umfrageteilnehmer hat in den letzten zwölf Monaten ein Gerät und die darauf gespeicherten Daten verloren!

Und das Risiko steigt weiter. Mittlerweile nehmen 58 Prozent der Berliner und knapp 64 Prozent der Münchner Pendler ihr Notebook, ihr Smartphone, den USB-Stick oder die externe Festplatte mit nach Hause. Unsere Studie ermittelte auch, auf welchen Strecken Unternehmensdaten in München und Berlin unterwegs sind und verloren gehen können:

  • Jeden Abend werden 46 Petabyte an Daten in den Süden von Berlin transportiert, in den Berliner Westen bewegen sich am wenigsten Daten. Auf der Berliner A113 transportieren Pendler jeden Tag 29 Petabyte an Daten.
  • In München bewegen sich täglich 44,6 Petabyte auf der A94 in den Münchner Westen. Den Münchner Hauptbahnhof passiert jeden Tag eine Datenmenge von 51,3 Petabyte.

Diese Zahlen zeigen, dass Unternehmen der Gefahr des Datenverlustes auf dem Arbeitsweg oder Geschäftsreisen größere Aufmerksamkeit widmen sollten. Die Bedrohung durch Hacker und Malware ist in aller Munde – den Arbeitsweg ihrer Mitarbeiter haben noch nicht alle Unternehmen als Risiko identifiziert. Daten von Pendlern müssen genauso gut geschützt werden wie Daten beim Transport durch Netzwerke. Das kann zum Beispiel durch eine Verschlüsselung der Daten auf den Geräten erfolgen. Ebenso wichtig ist ein regelmäßiges Backup der Daten auf den Geräten, um einem Verlust vorzubeugen. Eine weitere Möglichkeit bieten Cloud– und Online-Speicher wie Mozy, auf die die Mitarbeiter auch mobil zugreifen können. So müssen sie die Daten nicht auf ihre Geräte kopieren, und die wertvollen Informationen verlassen nicht das geschützte Rechenzentrum.

Welche dieser Varianten sie auch immer wählen: Wenn Sie Unternehmensdaten mitnehmen, schützen Sie sie gut!

Ihre Helena Fink