Bob

Chief Security Architect, RSA

Microgrids und die Widerstandsfähigkeit von Smart Grids

Das SPARKS-Projektteam veranstaltete vor kurzem ein dreitätiges Treffen. Es gab einen eintägigen Workshop mit dem Projektbeirat und einen zweitägigen Workshop, in dem die möglichen kurzfristigen Arbeitsergebnisse besprochen wurden. Ein wichtiger Fokus lag auf der Bewertung der verschiedenen Referenzarchitekturen sowie der Methodologien und Modelle der Smart-Grid-Sicherheit im Rahmen eines Reports, den wir Ende März veröffentlichen werden. In diesem Zusammenhang wurde vor allem über den Schnittpunkt zwischen Widerstandsfähigkeit und Sicherheit diskutiert. Darüber habe ich bereits vor einem Jahr in meinem Blog-Beitrag „Architecting an Anti-Fragile Smart Grid” berichtet.

Foto: Rob Ward (Landis + Gyr): SPARKS Beirats- und Projektteamsitzungen, Januar 2015

Auch weitere hochaktuelle Bereiche waren Thema, zum Beispiel das Fachbuch „Resilience: why things bounce back” von Andrew Zolli, wo er auf über zwanzig Seiten das Smart-Grid-System analysiert. Es interessiert ihn vor allem die Rolle, die Microgrids bei der Schaffung eines belastbaren Smart Grids spielen könnten, insbesondere durch die Methode „Wahrnehmen, Vergrößern und Ausschwärmen“. Die Rolle von Mikrogrids in einem belastbaren Smart Grid wird zunehmend zu einem Kernthema der Smart-Grid-Gemeinschaft, angefangen bei den Publikationen von Dr. Massoud Amin bis hin zur “Microgrid Security Reference Architecture“ der Sandia National Laboratories in den USA. Einen spannenden Beitrag dazu leisten

"Freisetzung" von Marlen Spindler aus "Der Marlen Spindler Katalog" publiziert von der Nadja Brykina Galerie, 2005, Seite 345

Considine, Cox und Cazalet in ihrem 2012 verfassten Artikel über „Understanding microgrids as the essential architecture for Smart Grid“. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Strategie der antifragilen Widerstandsfähigkeit vielversprechender ist als die fragile Robustheit, um eine „Resilienzrevolution für Smart Grids“ (Zolli) zu erreichen („Resilience”, Seite 83).

Auf Einladung des CEO von BaXian Dirk Fisseler sprach ich Ende Januar auf dem Event „BaXian on IT” über das SPARKS-Projekt. Die Veranstaltung fand in der außergewöhnlich attraktiven Nadja-Brykina-Galerie in Zürich statt, die der modernen russischen Kunst gewidmet ist. Als ich den transformativen, kooperativen Ansatz der Intelligence-driven Security vorstellte, fiel mir vor allem die Ausdrucksstärke der Kunstwerke auf, die jahrzehntelang aufgrund von einer starren nationalen Doktrin unterdrückt worden waren.

So wie die russische Kunst in der Galerie sollte meiner Meinung nach auch die Cyber-Sicherheit von starren Denkweisen freigesetzt werden. Wir sollten Architekturen schaffen wie die höchst interaktiven Zusammenschlüsse von Microgrids. Es können Ansätze entstehen wie die gemeinsam genutzte, kooperative intelligenzgeleitete Sicherheit –wie am Beispiel des SPARKS-Projekts deutlich wird.