Dinko

Senior Vice President and Managing Director Dell EMC, Enterprise Sales Deutschland

Turbo für den digitalen Wandel – ein Rückblick auf das DELL EMC Forum in Mainz

Für mich war das DELL EMC Forum am 5. Oktober eine echte Premiere: Zum ersten Mal stand ich bei einem Event dieser Größenordnung mit Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager von Dell Deutschland, gemeinsam auf einer Bühne. Obwohl Dell und EMC erst seit Anfang September zusammen gehören, gelang es uns schon einen Monat später, den mehr als tausend Teilnehmern in der Mainzer Rheingoldhalle eine klare Vorstellung davon zu geben, wie wir als fusioniertes Gemeinschaftsunternehmen die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft weiter voranbringen wollen.

Quelle: Christine Buhl FOTOGRAFIE+DESIGN

Aus den vielen Gesprächen am Rande der Veranstaltung habe ich vor allem eines mitgenommen – nämlich, dass wir nur durch absolute Transparenz in Bezug auf unsere technologische Zukunftsperspektive Vertrauen bei den Kunden schaffen können. Deshalb möchte ich an dieser Stelle den roten Faden des diesjährigen Forums anhand der fünf dort diskutierten Themenblöcke in knapper Form zusammenfassen.

Generell drehte sich auf dem Forum alles um die Frage: Welche Auswirkungen haben digital transformierte Geschäftsmodelle und veränderte Kundenerwartungen auf IT-Abteilungen und Rechenzentren?

  1. Modern Infrastructure

Die Rolle der IT hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt: Heute geht es eben nicht mehr vorrangig um höhere Effizienz und niedrige Kosten für diesen oder jenen Geschäftsprozess. IT wird stattdessen zu einem zentralen Gestaltungsinstrument für die Transformation der Geschäftstätigkeit insgesamt. Zeit ist dabei für viele Kunden ein wettbewerbskritischer Faktor: Die IT-Infrastruktur muss zügig weiterentwickelt werden, da nur so die von ihr unterstützten Businessmodelle mit dem rasanten Transformationstempo der Märkte schritthalten können. Technologische Nachhaltigkeit ist für diese Weiterentwicklung schon aus Gründen des Investitionsschutzes eine unabdingbare Forderung. Aber auch, weil nur eine hochflexible, gleichsam adaptive Infrastruktur die notwendige Agilität für künftige Marktanpassungen garantiert.

Die wesentlichen Building Blocks einer solchen Infrastruktur haben wir in Mainz anhand eines Pyramidenmodells vorgestellt: Die Basisebene entspricht hierbei der Hardware – zum Beispiel Server des Typs DELL EMC Power Edge R730 in Kombination mit der Scale-Out-Storage-Lösung DSSD D5. Darüber liegt die Ebene der Virtualisierung, die mit Technologien von VMware realisiert werden kann. Weiter oben folgen dann die Orchestrierungs- und die Platform-as-a-Service-Schichten, wo unter anderem Cloud-Services von Virtustream eine Rolle spielen. Die Spitze der Pyramide wird schließlich vom Application Layer gebildet, von dessen Anpassbarkeit letztlich die Agilität im Wettbewerb abhängt.

  1. Converged Systems

Konvergente und hyper-konvergente Out-of-the-Box-Lösungen ermöglichen Unternehmen, ihre IT-Infrastruktur ohne kostspieligen und langwierigen Aufbau von eigenem Technologie-Knowhow und daher sehr schnell an die Erfordernisse der digitalen Transformation anzupassen. Zudem senkt ein vorab getestetes Komplettsystem aus Server-, Storage- und Netzwerk-Komponenten mit integrierten Features für Virtualisierung, Security und Management die technologischen Risiken bei der Modernisierung der IT. Nicht zuletzt halten sich Unternehmen dadurch auch den Rücken frei und können sich umso intensiver um die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle kümmern – neue Dienstleistungen und Produkte gelangen entsprechend schneller auf den Markt.

  1. Cloud Landscape

Dass eine modernisierte IT-Infrastruktur, die sich am oben skizzierten Pyramidenmodell orientiert, auch der erwähnten Nachhaltigkeitsforderung gerecht wird, verdeutlicht ein Blick auf die vielfältigen Möglichkeiten zur Cloud-Nutzung. So haben Unternehmen je nach aktueller Businessanforderung die freie Wahl zwischen Private oder Hybrid Cloud, zwischen On- und Off-Premise-Betrieb oder einem gemischten Szenario. Aus eben dieser Wahlfreiheit ergeben sich vollkommen neue Skalierungsmöglichkeiten. Beispielsweise lässt sich bei saisonalem Geschäft die eigene On-Premise-IT ad hoc um die benötigten Zusatzkapazitäten aus einer Public Cloud erweitern und bei rückläufigen Bedarf ebenso schnell wieder zurückfahren.

Wichtig beim Hybrid Cloud-Ansatz von Dell EMC: Wir gestalten unsere Angebote so, dass für Unternehmen keine ungewollten Herstellerabhängigkeiten entstehen. Im Pyramidenmodell kann eine virtuelle Landschaft also ohne weiteres eins zu eins auf eine andere Hardware-Plattform umziehen.

  1. Data Analytics

Welchen Stellenwert die bedarfsgerechte Disponierbarkeit von Rechen- und Speicherkapazitäten in der Hybrid Cloud spielt, verdeutlicht unter anderem der verstärkte Einsatz intelligenter Datenanalysen: Ob Material- und Teilefluss in einer smarten Fabrik, innovative Mehrwert-Angebote eines Energieversorgers oder vollständig personalisierte Pay-As-You-Use-Tarife einer Automobilversicherung – im Wettbewerb spielt die Fähigkeit, aus strukturierten und unstrukturierten Massendaten in Echtzeit geschäftlich nutzbare Informationen abzuleiten, eine immer größere Rolle.

Quelle: Christine Buhl FOTOGRAFIE+DESIGN
  1. Modern Workforce

Eine moderne IT-Infrastruktur verändert aber auch das eigene Unternehmen, denn sie schafft die Voraussetzung für eine zeitgemäße Arbeitsumgebung – Stichwort Mobile Apps. Organisationen, die ihrer Belegschaft frühzeitig mobile Apps anbieten, wachsen nachweislich schneller als Firmen mit konventionellen, stationären PCs. Sie ermöglichen ihrem Team, etwa über eine soziale Unternehmensplattform effizienter untereinander zu kommunizieren als mit der fast schon altmodischen E-Mail. Außerdem können Mitarbeiter jederzeit und überall auf geschäftlich relevante Informationen zugreifen. Idealerweise sind diese Informationen auf dem Smartphone- oder Tablet-Display per Data Analytics situationsgerecht aufbereitet. Ein Außendienstmitarbeiter auf dem Weg zum Kunden sieht dann zum Beispiel auf einer Karte ähnlich wie bei Google Map, bei welchem anderen Kunden in der Umgebung sein Besuch eventuell hilfreich wäre. Und auch, was beim letzten Kontakt des Kunden mit dem Callcenter besprochen wurde, erfährt der Außendienstler unterwegs automatisch, ohne selbst recherchieren zu müssen. Ein modernes Arbeitsumfeld ist übrigens nicht nur eine Frage von Effizienz und Produktivität, sondern macht einfach auch mehr Spaß. Und das wiederum macht Arbeitsgeber attraktiver im Wettbewerb um gut ausgebildete Talente.

Quelle: Christine Buhl FOTOGRAFIE+DESIGN

Vieles von dem, was ich hier nur in aller Kürze anreißen konnte, haben wir auf dem Forum in Mainz mit Kunden und Partnern ausführlich diskutiert. Mir haben diese Gespräche einmal mehr gezeigt, wie wichtig – trotz aller Vorteile technologisch vermittelter Kommunikation – der direkte Austausch von Angesicht zu Angesicht ist und bleibt. Persönlich bedeuten mir Kundenveranstaltungen wie das Dell EMC Forum auch deshalb so viel, weil ich hier hautnah erfahre, was unsere Kunden bewegt und was sie von uns erwarten.

Wir bleiben im Gespräch.

Ihr Dinko Eror