Dinko

Senior Vice President and Managing Director Dell EMC, Enterprise Sales Deutschland

Fünf Mythen über Hybrid Clouds

2015 ist das Jahr der Hybrid Cloud! Die Hybrid Cloud verbindet das Beste aus zwei Welten: die Agilität und die geringen Kosten der Public Cloud mit der Kontrolle, Performance und Sicherheit der Private Cloud. Doch trotz dieses riesigen Potenzials verstehen viele Unternehmen nicht, was eine Hybrid Cloud wirklich ist. Grund genug, mit den Top-5-Mythen über die Hybrid Cloud aufzuräumen:

  1. Private + Public = Hybrid

Nur weil man über beide Cloud-Infrastrukturen verfügt, heißt das noch nicht, dass man eine wahre Hybrid Cloud besitzt. Im Gegenteil: Sind die beiden Infrastrukturen nicht aufeinander abgestimmt, riskiert man, dass sich die Nachteile beider Cloud-Modelle gegenseitig verstärken. Wenn gesicherte Daten in die Public Cloud transferiert werden sollen, verstößt man leicht gegen Datenschutzgesetze. Die Migration von Apps aus der Public in die Private Cloud kann zu unerwarteten Kosten führen. Mit einer wahren Hybrid Cloud lassen sich Workloads, Speichersysteme und Netzwerkressourcen derart kontrollieren, dass die Risiken bei der Datensicherheit sinken und gleichzeitig die Produktivität der Mitarbeiter und des Unternehmen steigt.

  1. Hybrid Clouds sind komplex und schwierig zu bauen.

Komplettlösungen reduzieren die Komplexität der Cloud-Infrastruktur und eröffnen viele Wahlmöglichkeiten. Zum Beispiel: Mit welcher Technologie soll die Hybrid Cloud standardisiert werden – mit Microsoft, OpenStack oder VMware? Oder: Mit welchen Public Clouds soll eine On-Premise-Private-Cloud eines Kunden interagieren können? Eine Komplettlösung beschleunigt zudem drei wichtige Bereiche der Entwicklung einer Hybrid Cloud:

  • End-to-End-Integration und -Tests, um die Kompatibilität aller Komponenten zu überprüfen.
  • Die Nutzung einer konvergenten Infrastruktur vereinfacht die Auslieferung und die Inbetriebnahme einer Hybrid Cloud dramatisch.
  • Vorgefertigte Blaupausen für workflowbasierte Services automatisieren die Provisionierung durch ein Selfservice-Portal.
  1. Public Cloud ist am kosteneffektivsten

Wenn man Steuerung, Risiko und Compliance berücksichtigt, verursacht ein Hybrid-Cloud-Modell tatsächlich weniger Kosten. Lokale oder globale Datenschutzrichtlinien werden schnell verletzt, hält man Daten oder Workloads in der Public Cloud vor. Gesetze und lokale Anforderungen variieren, und manche sind sehr komplex, sodass Unternehmen die Public Cloud generell vermeiden. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, sensible Daten und Arbeitsvorgänge in der Private Cloud durchzuführen. Bei uns in Deutschland etwa sind die Regeln sehr strikt, wenn es darum geht, wie Daten gespeichert und verarbeitet werden. Der Schlüssel liegt darin, Private und Public Clouds in Harmonie arbeiten zu lassen und sich die Rosinen aus beiden Systemen zu picken.

  1. In der Cloud verliert man die Kontrolle über die Daten.

Klar – es gibt diese aggressiven Formen von Cloud-Systemen, die es einem schwer machen, Daten zu migrieren oder zu extrahieren. Aber eine gut orchestrierte Hybrid Cloud erlaubt Unternehmen, die Kontrolle über ihre Daten zu behalten. Eine gut funktionierende Hybrid Cloud kann schnell Public-Cloud- wie auch Private-Cloud-Ressourcen bereitstellen. Gleichzeitig bietet sie IT-Abteilungen volle Transparenz und den on demand Self-Service, den Entwickler und App-User erwarten.

  1. Es ist schwierig, die richtigen Applikationen für die Cloud zu finden.

Unternehmen haben oft mit komplexen IT-Infrastruktur-Wechselwirkungen zu kämpfen. Zudem fehlt ihnen eine Übersicht über ihre IT-Assets und die Einsicht, welche Rolle diese für ihre Geschäftsanwendungen spielen. Nur mit einer Excel-Tabelle und ohne eine wirkliche Methodik ist es praktisch unmöglich herauszufinden, welche Applikationen sich für die Cloud eignen und welches die jeweils richtige Cloud-Umgebung ist. Experten, die automatisierte Plattformen für das Sammeln und die Analyse von Daten benutzen, können einen umfassenden Überblick über das Applikations-Portfolio geben. Das hilft Unternehmen bei der Entscheidung, welche Applikation sie migrieren, konsolidieren, modernisieren oder abschalten sollten.

Ich hoffe, dieser Blogpost hat dabei geholfen, ein paar Missverständnisse über Hybrid Clouds aufzuklären und einen besseren Einblick davon zu vermitteln, was mit dieser Technologie alles erreichen werden kann. Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie doch mal in diesen #HybridCloudChat rein. Hier erfahren Sie mehr über die Herausforderungen, die mit den verschiedenen Phasen auf der Reise zur Hybrid Cloud verbunden sind – und wie Sie diese überwinden. Live während des Chats angefertigte Schnellzeichnungen illustrieren die einzelnen Schritte anschaulich. Oder folgen Sie mir unter @DinkoEror auf Twitter und verwenden Sie den Hashtag #HybridCloud.