Dinko

Senior Vice President and Managing Director, EMC Deutschland

Digitale Transformation: Wissen ist Macht!

In meinem letzten Beitrag ging es darum, dass Unternehmen zunächst eine flexible IT-Infrastruktur aufbauen sollten, um in der neuen, softwarebasierten Welt erfolgreich zu sein. Doch die vielleicht größte Herausforderung, der sich die etablierten Player aller Branchen heute stellen müssen, ist das mit der digitalen Transformation einhergehende Change Management und der Aufbau von digitaler Kompetenz. Denn die auf uns zukommenden Veränderungen sind fast so gravierend wie seinerzeit die industrielle Revolution.

Vor der industriellen Revolution war zum Beispiel ein Weber nichts weiter als ein Weber – ein Experte auf einem einzigen Gebiet. Aber er wusste nichts über den Bau größerer Webstühle oder die Automatisierung von Produktionsprozessen für die industrielle Fertigung. Das Know-how dafür fehlte, und so wurde er von der Weiterentwicklung in seiner Branche überholt. Das soll Ihnen nicht passieren. Aber wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Unternehmen in dem neuen, digitalen Umfeld erfolgreich besteht? Wie machen Sie aus Ihren IT-Mitarbeitern, die sich bisher vor allem um die Wartung und Instandhaltung bestehender Infrastrukturen gekümmert haben, agile Entwickler, die Sie auf dem neuen Weg effektiv unterstützen?

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Aus meiner Sicht führen drei Wege zum Ziel:

  1. Change Management und Weiterbildung Ein umfassendes Change-Programm sollte nicht nur die IT-Architektur verändern, sondern auch Mitarbeitern in Schlüsselpositionen die nötigen digitalen Fähigkeiten vermitteln. So kann es erforderlich sein, spezialisierte Technologieexperten wie Speicher- oder Netzwerkmanager zu Profis für konvergente Infrastrukturen auszubilden. Auch eine noch umfassendere Umschulung ist denkbar. Denn ein kleiner, aber besonders wichtiger Teil der relevanten Fähigkeiten eines softwarebasierten Unternehmens der nächsten Generation hängt von der Qualifikation der Mitarbeiter ab.
  2. Mitarbeiter mit passenden Fähigkeiten einstellen Falls Sie in Ihrem Unternehmen nicht über Mitarbeiter mit dem richtigen Know-how für Softwareentwicklung verfügen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich auf dem Arbeitsmarkt umzusehen. Allerdings wird es nicht einfach, Arbeitskräfte mit den benötigten Erfahrungen und Kenntnissen für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Denn aufgrund Ihres klassischen Geschäftsmodells werden Sie vor allem von Bewerbern mit klassischen Kompetenzen wahrgenommen. Agile Softwareentwickler hingegen arbeiten lieber für die Googles und Facebooks dieser Welt – eben für Unternehmen, die für ihre agilen Entwicklungsprozesse bekannt sind. Einigen Unternehmen ist es dennoch gelungen, sich über diese Vorurteile hinwegzusetzen. Ein Beispiel ist der Online-Modehändler Net-a-Porter, für den Technologie so wichtig ist, dass die rund 300 IT-Mitarbeiter mehr als zehn Prozent der weltweiten Belegschaft ausmachen.
  3. Externe Unterstützung Darüber hinaus sollten Sie nicht davor zurückscheuen, sich extern Hilfe zu holen. Berater mit Erfahrung im Change Management, in der Aus- und Weiterbildung interner Teams sowie bei der Rekrutierung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter können einen wichtigen Beitrag zum Gelingen einer unternehmensweiten Transformation leisten. In vielen Gesprächen, die wir mit Unternehmen führen, geht es genau um diese Themen: nämlich um Change Management und den Mangel an digitalem Know-how.

Tatsächlich werden die meisten Unternehmen alle drei Wege zumindest zum Teil gehen müssen, und erfahrene Berater können bei den ersten beiden Herausforderungen unterstützen.

In meinem nächsten Post zum Thema digitale Transformation gehe ich auf die Kernfragen ein, die Sie auf dem Weg vom klassischen Geschäftsmodell hin zum softwarebasierten Unternehmen beantworten müssen.

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