Dinko

Senior Vice President and Managing Director Dell EMC, Enterprise Sales Deutschland

Digitale Transformation: Aufbruch zu neuen Ufern!

In meinem letzten Post ging es darum, dass alle wichtigen Geschäftsmodelle durch softwaredefinierte Unternehmen in Frage gestellt werden können und dass die IT dieser Bedrohung begegnen muss, damit Unternehmen erfolgreich bleiben.

Aber wie können Unternehmen mit klassischen Geschäftsmodellen in dieser neuen, softwaredefinierten Welt WIRKLICH erfolgreich sein und es bleiben?

Im letzten Jahr hat Gartner das Konzept der „bimodalen IT“ vorgestellt. Dabei geht es um ein neues organisatorisches Modell für die Unternehmens-IT, bei dem IT-Organisationen mit zwei verschiedenen IT-Modi arbeiten. Jeder Modus ist dabei auf unterschiedliche Technologie- und Informationsziele ausgerichtet. Der erste Modus zielt auf Stabilität, Skalierbarkeit und Effizienz. Der zweite Modus ist eher experimentell, agil und auf Schnelligkeit fokussiert. Gartner prognostiziert, das 75 % der IT-Organisationen bis 2017 über bimodale Kapazitäten verfügen werden (wobei schätzungsweise 50 % dabei ein erhebliches Chaos anrichten dürften).

Gartner ist überzeugt, dass führende Unternehmen die bimodale IT nicht ignorieren können, weil diese für die vielfältigen Anforderungen des digitalen Geschäfts absolut erforderlich sei. In einem zukünftigen Beitrag werde ich genauer auf das Konzept der bimodalen IT eingehen.

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Wir halten also fest: Veränderungen sind richtig und wichtig. Aber wie und wo fangen wir an?

Aus meiner Sicht ist der erste erforderliche Schritt zur Etablierung von Geschäftsmodellen der nächsten Generation der Aufbau einer flexiblen Infrastruktur, die mit Ihrem Unternehmen wächst und Ihnen dabei hilft, Marktveränderungen erfolgreich zu bewältigen. Um dies zu erreichen, entscheiden sich Unternehmen in der Regel für eine der zwei folgenden Vorgehensweisen:

  1. Das „Blinder Eifer“-Prinzip: Investitionen in Public Cloud Services und entsprechende Experimente mit Kundendaten sind ein Weg, der häufig gegangen wird. Oft werden dabei Themen wie das Risikomanagement, die Einhaltung von gesetzlichen und anderen Vorgaben sowie die Datenmobilität sträflich vernachlässigt. Am Ende zeigt sich fast unvermeidlich, dass Schnellschüsse zur Bereitstellung einer agilen Infrastruktur durch übereilte taktische Investitionen entweder völlig fehlschlagen oder dass die gesamte Architektur umfassend neu gestaltet werden muss. Andernfalls bleibt der gewünschte Nutzen für das Unternehmen aus: Die Effizienz- und Produktivitätsvorteile, die man sich aus jeder taktischen Investition verspricht, können nicht erzielt werden. Das in der IT häufige Prinzip, nach dem 80 % des Aufwands für Wartung und Pflege und nur 20 % für Innovationen eingesetzt werden, wird dadurch nur noch weiter zum Nachteil ausgebaut.
  2. Das „Eile mit Weile“-Prinzip: Diese Vorgehensweise kommt deutlich seltener vor. Dafür entscheidet sich nach meiner Erfahrung weniger als eines von fünf Unternehmen, mit denen wir sprechen. Diese Unternehmen gehen langsam, aber stetig vor: Sie planen, bewerten und führen vollständige Machbarkeitsstudien sowie kleinere Laborbereitstellungen durch. Sie berücksichtigen marktbezogene Bedingungen und berücksichtigen alle Eventualitäten, wenn sie die Infrastruktur der nächsten Generation für die Unterstützung ihrer neuen Geschäftsmodelle einführen. Wir haben schon an Machbarkeitsstudien gearbeitet, die mehr als ein Jahr gedauert haben, weil sie so umfassend waren. Je nach der Komplexität eines Unternehmens und Geschäftsmodells kann eine solche Sorgfalt erforderlich sein – oder eben nicht. Aber ganz sicher ist: Für jedes Unternehmen steht einiges auf dem Spiel, denn es geht um neue Umsatzströme, neue Regelungen in Bezug auf die Datenmobilität, den Datenschutz, die Sicherheit und vieles mehr. Ein erhebliches Maß an Sorgfalt ist also absolut wichtig und angebracht.

Der richtige Startpunkt bei beiden Vorgehensweisen ist auf jeden Fall eine genaue Planung des Umfangs und der Architektur der IT-Infrastruktur. Denn ebenso wie die immer ausgefeilteren und anspruchsvolleren Consumer-Anwendungen werden auch die Enterprise-IT-Systeme, die für deren Bereitstellung nötig sind, zunehmend komplexer.

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Die langsam, aber stetig handelnden Unternehmen tendieren eher zu Investitionen in technische Innovationen, holen sich Unterstützung im Bereich Change Management und bewerten den Migrationspfad von Punkt A zu Punkt B auf ihrem Weg zum softwaredefinierten Unternehmen ganz genau – wichtige Voraussetzungen für eine langfristige Stabilität und nachhaltiges Wachstum.

Die nächste Herausforderung ist, das erforderliche Know-how für digitale Transformation in Ihrem Unternehmen aufzubauen. Diesem Thema widme ich mich in meinem nächsten Blogpost.

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