Daniel

Cloud, Mobile, Social und Big Data im Retail – Zum Wohle des Kunden

Der Handel ist seit Jahren ein Paradebeispiel für Data-Warehouse und Business-Intelligence-Lösungen mit deren Hilfe Produktverkäufe analysiert, das Sortiment angepasst und die Logistik optimiert wurden. Im Prinzip geht es dabei darum, die richtigen Produkte zur richtigen Zeit in der benötigen Menge am jeweiligen Ort bereitstellen zu können. Dadurch werden Lager und Transportkosten optimiert und die Anzahl an Retouren oder Entsorgungen minimiert. Das alles dient primär der Kostenreduzierung bzw. Umsatzsteigerung. Der Konsument ist nur mittelbar betroffen beispielsweise durch ein laufendes Angebot von frischen Lebensmitteln.

Der Einsatz neuer Technologien ermöglicht aber viele weitere Möglichkeiten, insbesondere solchen, die den Kunden persönlich ansprechen. Begleiten wir doch einfach einen Kunden bei seinem Einkaufserlebnis:

Das fängt zu Hause beim Betrachten seiner Lieblings-Kochsendung an. Da der Retailer mit dieser Sendung kooperiert, kann sich der Kunden über dessen App die Rezepte direkt in die elektronische Einkaufsliste runterladen. Diese Einkaufliste liegt in der Cloud so, dass alle Familienmitglieder in den Einkauf eingebunden werden können. Sofort ist zu erkennen, welche Produkte aus der Einkaufliste bei welchen Märkten in der Umgebung erhältlich bzw. im Angebot sind und welche Produkte für den Kunden bereits voreingepackt werden können. Die Navigationsfunktion lotst den Kunden nicht nur zum gewünschten Markt sondern führt ihn sogar innerhalb der Filiale zu dem Regal, in dem das gewünschte Produkt liegt.

Im Laden wird der Kunde persönlich auf seinem Smartphone begrüßt und ihm zusätzlich Angebote die seinem Kaufprofil entsprechen angeboten. Das Profil bildet sich nicht nur aus den Information über die Produkte, die der Kunden gekauft hat, sondern auch wann und aus welchem Grund.

Der Kunde erhält seinen Einkaufswagen mit den bereits voreingepackten Waren und kann sich in Ruhe dem Einkauferlebnis widmen. Auch die Einladung zu einem Kaffee und gegebenenfalls zum einen das persönliche Gespräch mit dem Filialleiter oder dem hauseigenen Sommelier gehören dazu.

Zum Abschluss des Einkaufs kann der Kunde noch seine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen auf der Seite der Markt-eigenen Social-Community posten.

Ich würde z.B. im Rahmen eines Loyality-Card-Programmes mein Einverständnis zur Auswertung meiner Kaufdaten geben, denn ich fühle mich als Kunde persönlich angesprochen. Und mal ehrlich, der Tante Emma Laden an der Ecke wusste schon vor 50 Jahre über das Kaufverhalten seiner Kunden detailliert Bescheid.