Daniel

Cloud Computing Quo Vadis?

Seit es IT gibt, gibt es auch das Bestreben IT einfacher zu machen. Sei es durch immer komfortablere Programmiersprachen (funktional, imperativ, deklarativ, objektorientiert) oder durch Systemarchitekturen (monolitisch zentral, dezentral Server/Client).

Heute befinden wir uns im Zeitalter der Cloud. IT Infrastrukturelemente werden abstrahiert und gemäß dem Bedarf dynamisch über das Intra- oder Internet bereitgestellt. Die technischen Schnittstellen sind beschrieben und die Verfügbarkeit über SLAs zugesichert.

Eigentlich kann es losgehen, ich kann mich entscheiden ob ich Infrastruktur-Komponenten wie Server und Storage oder auch Applikationen wie zum Beispiel eCommerce oder Gehaltsabrechnung im Unternehmen aufbaue und verfügbar mache oder Angebote aus dem Internet konsumiere.

Aber wie vergleichbar sind die externen Angebote?  Bieten die externen Provider etwa beim Premium SLA immer die gleiche Leistung? Und wie setzt sich der Preis zusammen?

Für diese Aufgabe wurde eigens ein neues Berufsbild definiert: der Cloudbroker. Er beobachtet den Markt und kauft den erforderlichen Service ein. Aber auf welchem Markt arbeitet eigentlich ein Broker? Richtig, an der Börse! An der Cloud-Börse??? Ja, seit letzter Woche gibt es sie offiziell, die Deutsche Börse Cloud Exchange AG. Hier werden zukünftig zunächst einfache Services wie COMPUTE und STORAGE gehandelt. Den Preis regeln Angebot und Nachfrage. Andere Services sollen folgen. Spannend wird es zu beobachten wie der Markt reagiert wenn börsenübliche Praktiken wie beispielsweise Swap- und Optionsgeschäfte oder Leerverkäufe Einzug halten.

Bleibt zu hoffen, dass die erforderlichen Regularien von Anfang an festgelegt werden.

Mit oder ohne Regularien der Cloud Markt wird sich drastisch ändern.